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Direkte Immunfluoreszenz (DIF)

Die direkte Immunfluoreszenz wird in der Dermatohistologie zur Detektion extrazellulärer Immunglobuline bei Autoimmundermatosen verwendet. Dazu wird natives Gewebematerial benötigt. Versandgefäße mit dem geeigneten Transportmedium sind routinemäßig unserem Versandmaterial beigefügt.

Als Grundsatz gilt, dass die Gewebeproben immer geteilt werden sollen zur Fixation in Formalin für die konventionelle Histologie und für das IF-Transportmedium für die direkte Immunfluoreszenz.

Folgende Erkrankungen stellen eine Indikation für die direkte Immunfluoreszenz dar:

Pemphigus-Gruppe: Biopsie aus unmittelbar periläsionaler Haut.

Bullöses Pemphigoid, Dermatitis herpetiformis Duhring, Epidermolysis bullosa acquisita, lineare IgA-Dermatose, Herpes gestationis: Biopsie aus kleiner straffer Blase mit Grenzschicht zur nicht bullösen Haut.

Lupus erythematodes, Dermatomyositis: Biopsie direkt aus einer Läsion, die möglichst schon seit über sechs Wochen besteht. Zusätzlich PE aus klinisch unbeteiligter nicht lichtexponierter, artefaktfreier Haut, am besten Oberarmstreckseite.

Leukozytoklastische Vaskulitis: Frische Effloreszenz.

Mittlerweile sind wir in der Lage, IgG und Czd auch am fixierten Gewebe zu bestimmen. Dies ist vor allem beim bullösen Pemphigoid von Bedeutung.